Blanka Vlasic of Croatia clears 2.04m in the women's High Jump to defend her World Championship title in Berlin (© Getty Images)
Usain Bolt macht keine halben Sachen. Am sechsten Tag der 12. IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin verbesserte er auch seinen zweiten Weltrekord, indem er die 200 m in 19,19 Sekunden gewann. Damit sicherte er Jamaika die fünfte Goldmedaille bei dieser WM.
Damit hat Usain Bolt bisher bei dieser WM ein Preisgeld von 320.000 US-Dollar gewonnen – jeweils 60.000 für die beiden Einzelsiege plus jeweils eine Weltrekordprämie von 100.000 US-Dollar, die von IAAF-Partner TDK als Prämie zur Verfügung gestellt wird.
Alonso Edward (Panama) bestätigte sein Können als Zweiter in 19,81, während Wallace Spearmon (USA) seinen Landsmann Shawn Crawford im Kampf um Bronze in 19,85 um vier Hundertstel hinter sich ließ. Fünf Läufer blieben unter 20 Sekunden, aber vier von ihnen waren trotzdem weit hinter dem Sieger.
400m Hurdles
Vor dem Finale von Bolt war eine Athletin im 400-m-Hürdenfinale, die auch wusste, wie sie punktgenau in Form ist: Melanie Walker (Jamaika) war im Vorfeld Rennen gelaufen, in denen sie schlagbar schien. Dagegen überzeugte Lashinda Demus (USA) ein ums andere Mal in Europa.
Aber als es im Finale so aussah, als ob Demus eingangs der Zielgeraden sich entscheidend lösen würde, kam Walker, überholte sie, hielt ihr Tempo und siegte in 53,42 Sekunden - der zweitschnellsten Zeit aller Zeite. Nur eine Zehntelsekunde fehlte zum Weltrekord von Yulia Pechonkina. Demus wurde Zweite in 52,96 Sekunden vor Josanne Lucas (Trinidad & Tobago/53,20).
Hochsprung
Blanka Vlasic verteidigte ihren Titel im Hochsprung und machte damit ihre Niederlage bei Olympia wett. Mit einem Sprung über 2,04 m sicherte sich die Kroatin den Sieg, denn Deutschlands Hoffnung Friedrich scheiterte hauchdünn an 2,06 m. Sie wurde mit 2,02 m Dritte hinter Anna Chicherova (Russland/2,02).
110 m Hürden
Ohne Dayron Robles fand überraschend das Finale über 110 m Hürden statt. Der kubanische Olympiasieger und Weltrekordler war im Halbfinale gleich in mehrere Hürden gelaufen, hatte komplett den Rhythmus verloren und stoppte sein Rennen.
In einem dramatischen Finale gewann dann Ryan Braithwaite (Barbados) in nationaler Rekordzeit von 13,14 Sekunden vor den beiden US-Amerikanern Terrence Trammell und David Payne. Beide wurden mit 13,15 Sekunden gestoppt.
Zehnkampf
Trey Hardee (USA) hatte den Zehnkampf lange vor dem finalen 1.500-m-Rennen gewonnen. Er musste nur noch ins Ziel kommen. Nach 4:48,91 Minuten hatte er schließlich mit 8.790 Punkten gewonnen. Silber ging an den Kubaner Leonel Suarez (8.640), Bronze gewann der Russe Aleksandr Pogorelov (8.528).



